|
Selbsthilfe-Alkoholiker-Forum Hilfe für Alkoholkranke und Angehörige
|
|
|
|
|
|
| Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen |
| Autor |
Nachricht |
quasimodo

Geschlecht:  Anmeldedatum: 10.04.2010 Beiträge: 138
|
Verfasst am: Di 13.07.2010 23:44 Titel: Alkoholsucht |
|
|
Alkoholsucht
Dr. med. Johannes Pichler, Facharzt für Neurologie
"Alkoholisches Problem
Alkoholmissbrauch zählt zu den größten gesellschaftlichen Problemen in Deutschland. Im Jahr 2008 konsumierte jeder Deutsche knapp zehn Liter reinen Alkohols pro Jahr. Am häufigsten trinken die Deutschen Bier, gefolgt von Wein, Schaumwein und Spirituosen. Auch unter Jugendlichen zeichnet sich ein neuer Trend ab: Komasaufen. Rund 20.000 Kinder und Jugendliche werden pro Jahr wegen Alkoholmissbrauchs im Krankenhaus behandeln. (...)
Dimensionen der Sucht
Alkohol ist neben dem Rauchen das am weitesten verbreitete Suchtmittel. Die Grenze, an der Genuss aufhört und die Sucht anfängt, ist fließend. Mäßiger Alkoholgenuss muss nicht gleich zur Alkoholabhängigkeit führen. Man versucht die Abhängigkeit durch mehrere Faktoren zu umschreiben. Erst wenn drei oder mehr dieser Faktoren vorliegen, spricht man von Alkoholabhängigkeit:
* Zwang: Sie verspüren den starken Wunsch, Alkohol zu trinken.
* Kontrollverlust: Sie sind nicht mehr in der Lage, die Menge des Alkoholkonsums vernünftig zu steuern.
* Entzugserscheinungen: Nach Absetzen oder Einschränkung des Alkoholkonsums treten körperliche Beschwerden auf.
* Gewöhnung (Toleranzerhöhung): Sie benötigen immer mehr Alkohol, um die ursprüngliche Wirkung zu erreichen.
* Vernachlässigung: Sie gehen nicht mehr Ihren Interessen nach oder wirken mit der Zeit ungepflegt.
* Anhaltender Alkoholkonsum trotz Gesundheitsschäden: Sie trinken, obwohl ärztliche Untersuchungen eindeutig ergeben haben, dass Ihre Gesundheit in Gefahr ist.
* Alkoholkonsum zu unpassenden Zeiten: Sie sind während der Arbeitszeit oder auch im Straßenverkehr alkoholisiert.
* Alkoholkonsum ohne Rücksicht auf soziale Auswirkungen: Sie trinken weiter, obwohl Sie Probleme in der Familie haben oder der Alkohol der Grund eines drohenden Arbeitsplatzverlustes ist."
Den ganzen Text in voller Länge _________________ „Es kommt nicht darauf an, mit dem Kopf durch die Wand zu rennen, sondern mit den Augen die Tür zu finden.“
Werner von Siemens |
|
| Nach oben |
|
 |
quasimodo

Geschlecht:  Anmeldedatum: 10.04.2010 Beiträge: 138
|
Verfasst am: So 18.07.2010 19:22 Titel: |
|
|
Ursachen von Alkoholsucht
Ursachen für eine Alkoholsuchterkrankung können soziale- oder familiäre Probleme sein, mit denen der Betroffene nicht umgehen kann. Außerdem kann die Sucht durch Depressionen, Überlastung im Beruf, Sinnkrisen, Kommunikationsprobleme sowie durch Probleme in der Freizeitgestaltung ausgelöst werden. Die Betroffenen fühlen sich besser, wenn sie Alkohol trinken, um Probleme oder Sorgen zu vergessen. Es kommt zu einem Teufelskreis aus Problemen und Alkoholkonsum.
Weitere Info´s zu Symptomen, Diagnostik und Behandlung krankheiten.gesundheitkompakt.de
Geschrieben von: Wendy Moelker, Psychologin am Gesundheitszentrum Emergis (Goes, Holland)
Erstfassung: 20 Mrz 2004. Geändert: 13 Jan 2007.
Suchtprobleme ein ganzes Leben? Was weiss man ueber die Entwicklung von Sucht? Welche Dauer hat eine Sucht / Alkoholabhaengigkeit?
Wie entwickelt sich Kontrollverlust bei einem Alkoholkranken?
Antwort:
Sucht Krankheit Erscheinungen
Eine Abhängigkeit kann in Ausprägung bzw. Schweregrad schwanken. Und man wird auch nicht von einem Tag zum anderen abhängig. Die Entwicklung einer Suchtkrankheit ist eine Entwicklung, die Monate oder Jahre dauern kann. Manchmal reduzieren die betroffenen Menschen zeitweilig ihren Konsum, dann wieder nimmt er sprunghaft zu. Das kann sehr unterschiedlich verlaufen. Andere versuchen gar nicht aufzuhören.
Im Fall von etwas "leichteren" Formen einer Sucht krankheit kann die Abhängigkeit ein vorrübergehendes Problem sein; eine Behandlung und die Vermittlung von neuen Fertigkeiten im Umgang mit Problemen und emotionalen Belastungen kann hier häufig eine deutliche Hilfe und Schutz bieten. Bei anderen Menschen wiederum hat die Suchtkrankheit eher einen dauerhaften Charakter. Bei schweren Abhängigkeitserkrankungen bedeutet dies auch häufig (längst nicht immer) eine längere Suchtanamnese bzw. Vorgeschichte. In diesen Fällen muss das Ziel der Therapie die vollständige Abstinenz sein, d.h. das Einstellen des weiteren Suchtmittelkonsums oder Suchtverhalten (bei nicht stoffgebundenen Süchten wie z.B. Spielsucht).
Bei der Alkoholabhängigkeit (als ein Beispiel) lassen sich häufig deutliche Schädigungen im Gehirn nachweisen, wobei es den Süchtigen noch schwerer fällt dem Impuls zu Trinken zu widerstehen.
"Einmal süchtig, immer süchtig" bedeutet aber nicht, dass man eine Sucht nicht behandeln, bewältigen oder gar überwinden könnte.
web4health _________________ „Es kommt nicht darauf an, mit dem Kopf durch die Wand zu rennen, sondern mit den Augen die Tür zu finden.“
Werner von Siemens |
|
| Nach oben |
|
 |
quasimodo

Geschlecht:  Anmeldedatum: 10.04.2010 Beiträge: 138
|
Verfasst am: So 08.08.2010 02:14 Titel: |
|
|
Alkoholabhängigkeit
auch bezeichnet als:
Alkoholabusus; Alkoholismus; Alkoholkrankheit; Alkoholmissbrauch; Alkoholsucht
Ursachen
Die Suchtgefahr, die vom Alkohol ausgeht, liegt in seiner berauschenden Wirkung. Diese besitzt der Stoff aufgrund seiner Fettlöslichkeit. Treffen Alkoholmoleküle auf Nervenzellen, so setzen sie sich auf deren Fetthülle und bewirken, dass die Zellen vermehrt den Botenstoff Dopamin ausschütten. Dopamin verursacht Glücksgefühle und eine entspannende Wirkung, die sich beim Alkoholkonsum zunächst einstellen. Steigt der Alkoholpegel weiter, kann das Nervensystem noch andere Wirkungen zeigen:
• verlangsamte Reaktion,
• nachlassende Geschicklichkeit,
• vermindertes Sprachvermögen,
• Selbstüberschätzung und Aggression.
Welche dieser Wirkungen wie heftig auftreten, hängt unter anderem von der aufgenommenen Nahrung direkt vor und während des Alkoholkonsums ab. Auch genetische Faktoren sind dafür verantwortlich, wie gut oder schlecht ein Mensch Alkohol "verträgt". Bei Frauen zum Beispiel wirkt Alkohol schneller und intensiver als bei Männern. Dass dennoch der Großteil der Alkoholiker männlich ist, liegt an den sozialen und psychischen Ursachen der Alkoholabhängigkeit. Je stärker der Alltag als Last empfunden wird und je größer die Neigung ausgeprägt ist, Probleme zu verdrängen, desto größer ist die Gefahr einer Alkoholsucht. Denn durch den Alkoholkonsum ist ein Mensch in der Lage, für die Zeit des Rausches den Problemen des Alltags zu entfliehen. Auch erlerntes Verhalten kann Suchtursache sein. In einem sozialen Umfeld, in dem häufiger Alkoholgenuss als normal angesehen oder gar geachtet wird, besteht ein erhöhtes Risiko abhängig zu werden.
medikamente.onmeda.de
Alkoholkrankheit (engl. alcoholism, alcohol disease)
Unter Alkoholkrankheit (veraltet auch Alkoholismus) versteht man den Missbrauch oder die Abhängigkeit von Alkohol mit körperlichen, psychischen und sozialen Folgeschäden. Die krankheitsverursachende Substanz ist Alkohol, genauer gesagt Ethanol (Ethylalkohol).
Es wird geschätzt, dass in Deutschland ungefähr 4,3 Millionen alkoholabhängige Personen leben, darunter 30% Frauen. Weitere 5 Millionen konsumieren die Substanz in suchtgefährdender Weise. 2004 starben 40.000 Menschen an der Folgen übermäßigen Alkoholkonsums. Hinzu kommen jährlich ungefähr 2.200 Kinder, die wegen des Alkoholmissbrauchs ihrer Mütter in der Schwangerschaft geschädigt zur Welt kommen.
Was sind die Ursachen der Alkoholkrankheit?
Es wird von einer multifaktoriellen (durch viele Faktoren bedingten) Entstehung der Krankheit ausgegangen. Diskutiert werden genetische Faktoren, wie ein Defekt der Alkoholdehydrogenase und ein veränderter Neurotransmitterstoffwechsel im Gehirn. Entscheidend scheinen das soziale Umfeld und der Umgang des Einzelnen mit Krisensituationen zu sein.
Welche Symptome treten unter Alkoholkonsum auf?
Alkohol hat eine beruhigende Wirkung auf das Gehirn. Kleinere Mengen Alkohol wirken leicht enthemmend. Größere Mengen können jedoch zum Kontrollverlust und zu gesellschaftlich unannehmbaren Verhalten führen. Fortgesetztes Trinken kann die Koordinationsfähigkeit und die Muskelfunktionen beeinträchtigen. Symptome sind Lallen, Torkeln, Konzentrationsverlust und Ohnmacht. Völliger vorübergehender Gedächtnisverlust – ein so genanntes Black-out - ist möglich.
www.medhost.de _________________ „Es kommt nicht darauf an, mit dem Kopf durch die Wand zu rennen, sondern mit den Augen die Tür zu finden.“
Werner von Siemens |
|
| Nach oben |
|
 |
|
|
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
|
Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group Deutsche Übersetzung von phpBB.de
|