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Geht oder geht gar nicht... , Autor -> katerkarl
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katerkarl



Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldedatum: 21.06.2009
Beiträge: 1446
Wohnort: Hannover

BeitragVerfasst am: Sa 05.06.2010 08:24    Titel: Geht oder geht gar nicht... Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

wir (meine Gruppe) haben ein kleines oder großes Problem denk , vielleicht...!?!?

Wie Ihr wisst kommen immer wieder akut Betroffene (stationäre Entgiftung) zu uns um sich um zusehen, Fragen zustellen und Informationen zu sammeln.

Nun kann aber folgendes passieren. Von einem Gruppenmitglied liegt momentan der Geschäftspartner auf der Entgiftungsstation. Und jetzt besteht natürlich die Möglichkeit, dass beide in unserer Gruppe aufeinander treffen. Ich selber habe da eigentlich kein Problem gesehen, aber unser Gruppenmitglied hat seine Bedenken geäußert (zum Beispiel, unser Gast würde Hemmungen haben sich zu öffnen, Spannungen könnten entstehen, Verständigungsprobleme).
Die beiden haben eine Firma, sind gleichberechtigte Geschäftspartner und mehr aber nicht.
Unser Gruppenmitglied hat angeboten, wenn sein Partner als Gast kommt, würde er sich zurück ziehen und für das eine mal gehen.

Ja was meint Ihr? Ist das eine Lösung? Wie funktionieren solche Momente in Eurer Gruppe (kann ja überall passieren). Oder müssten beide diese Situation aushalten, letzt endlich sind wir ja alle wegen der gleichen Sache dort.

Vielleicht könnt Ihr mir weiter helfen.

LG.
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Rene'
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Ceres
Moderatorin


Geschlecht: Geschlecht:
Anmeldedatum: 19.06.2009
Beiträge: 1549
Wohnort: Harz/Sachsen-Anhalt

BeitragVerfasst am: Sa 05.06.2010 10:07    Titel: Antworten mit Zitat

Also ich würde ja meinen, daß die wenn auch eher unrühmliche Tatsache, daß beide Alkoholiker sind, mehr verbindet als trennt.
Spannungen untereinander? Was wollen sie sich denn vorwerfen? " Du trinkst!?"
Und Hemmungen sich zu öffnen, wenn man von der Entgiftung kommt?
Weshalb sollte man denn dort gewesen sein? Wegen eines empfindlichen Magens? Den hatte ich auch, manchmal mußte ich mich übergeben nach dem Konsum des Alkohols.

Also wenn jemand Bekanntes in meine Gruppe kommt, habe ich gar kein Problem damit. Schließlich sind wir aus dem gleichen Grund da. Und ich sehe auch nicht ein, mich zurück zu ziehen (und sei es nur mit dem Zickenargument: Ich war eher da.)
Vielleicht zuckt noch ein: Oha, der also auch! durch den Kopf. Aber der Oha-Effekt ist ja schon mit dem Wissen um die Entgiftung verpufft.

Ich bin da sehr für aushalten, manche Dinge kann man nicht unter der Decke lassen. Liebe und Husten lassen sich nicht verbergen, Alkoholismus auch nicht.

LG

Ceres
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katerkarl



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BeitragVerfasst am: Sa 05.06.2010 10:50    Titel: Antworten mit Zitat

Ja happy4 , ich habe eigentlich da auch kein Problem damit. Beide wissen voneinander, von ihren Problem. Der eine ist halt fast 3 Jahre trocken und der andere hat gerade den ersten Schritt gemacht. Gemeinsam haben sie die gleiche Firma und werden auch beruflich weiter zusammen arbeiten.
Und ich denke eigentlich sie können sich doch eher gemeinsam unterstützen.

LG.
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Rene'
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Esmeralda




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Beiträge: 583

BeitragVerfasst am: Sa 05.06.2010 10:51    Titel: Antworten mit Zitat

Ich gehe mal davon aus, dass sowohl der schon länger trockene als auch der nun auf der Entgiftungsstation liegende Geschäftspartner beide wissen, dass der jeweils andere ein Alkoholiker ist, stimmt doch, oder? In dem Fall gäbe es eigentlich keinen Grund, sich zurückzuziehen und den anderen allein sein zu lassen. Allenfalls könntet Ihr beide fragen, ob es ihnen unangenehm ist, wenn der Geschäftspartner da ist und darüber reden, warum es ihnen unangenehm ist. Vielleicht kommt Ihr dann sowieso drauf, dass Eure Sorgen umsonst waren?
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Oleander
Moderatorin



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Beiträge: 2149

BeitragVerfasst am: Sa 05.06.2010 11:23    Titel: Antworten mit Zitat

Mh, wie immer schwierig zu beantworten. Ich kann jetzt nur kurz sagen wie
es bei mir ist. In meiner Gruppe war eine ehemalige Arbeitskollegin von mir,
ich fands nicht soo schlimm, sie anscheinend doch und blieb weg. Ihr fiel es
wohl schwer sich zu öffnen in meiner Gegenwart. Dann hab ich noch ein
Pärchen aus dem Ort mit in der Gruppe wenn die da sind erzähle ich in der
Gruppenstunde nichts von mir ( nutze aber dann die Rauchpausen wenn
mir was auf der Seele brennt)

Also ich denke wenns hier nur um einen Kurzbesuch von der Entgiftung aus geht,
ist es nicht ganz so problematisch. Es fängt an schwierig zu werden wenn er dauer-
haft Eure Gruppe besuchen möchte. Ich persönlich fände es auch nicht so prickelnd
wenn mein Geschäftspartner meine inneren Konflikte immer so nah mitbekommt, ich
hätte das Gefühl ich würde mich damit angreifbar machen. denk

LG

Ole
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katerkarl



Geschlecht: Geschlecht:männlich
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BeitragVerfasst am: Sa 05.06.2010 11:56    Titel: Antworten mit Zitat

Hm..., ich denke auch, für den Moment ist das in Ordnung, wie sich die Zukunft entwickelt, muss man sehen. Andererseits weiß der mögliche neue Besucher ja sowieso, dass er möglicher Weise auf seinen Partner in der Gruppe trifft. Und wenn er damit ein Problem hat, kommt er sowieso nicht.

In jeden Fall werde ich mit meinen Gruppenmitglied in Verbindung (vor den nächsten Mittwoch) setzen und mit ihm darüber sprechen. Aber letzt endlich müssen natürlich beide für sich selber entscheiden, was am besten ist.

LG.
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Rene'
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katerkarl



Geschlecht: Geschlecht:männlich
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BeitragVerfasst am: Mi 09.06.2010 08:34    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

denk das Problem hat sich vorerst von selbst geklärt.

Der Geschäftspartner hat sich entschlossen nach 4 Tagen die Entgiftung abzubrechen und ist momentan nicht ansprechbar (er hat sich zurück gezogen).

LG.
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Rene'
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katerkarl



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BeitragVerfasst am: Do 10.06.2010 23:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

Leider kann ich mich erst heute melden, mein Rechner wollte nicht so wie ich...!

Ja dieser Kurzbesuch war nicht wirklich ein Erfolg. Er hat die Entgiftung mit den Worten abgebrochen, "Mir geht es doch wieder gut und die dort können mir sowieso nicht helfen."
Ist dort weg und hat wieder getrunken.
Er wird sicher nachdenken, aber vielleicht hat er auch begriffen, dass es ihm doch nicht so gut geht und das er durch seine Entscheidung die Behandlung anzubrechen ne Menge Menschen enttäuscht und auch verletzt hat.
Aber gut, User X Du hast recht, er ist erwachsen. Und jeder muss selbst entscheiden welchen Weg er gehen möchte.

LG.
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Rene'
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Gast_2
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BeitragVerfasst am: Do 10.06.2010 23:32    Titel: Antworten mit Zitat

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katerkarl



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BeitragVerfasst am: Do 10.06.2010 23:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hm..., ich schwanke zwischen Hilflosigkeit und meinen eigenen Verstand, meinen eigenen Erfahrungen. Ich (eben auch meine Gruppe) will helfen, weiß aber, wenn er nicht will geht es eben nichts. Und du hast recht, wahrscheinlich ist er noch nicht wirklich so weit und muß erst noch tief abstürzen. Und das ist das Fatale, warum muß man erst so tief fallen, alles verlieren, um dann wieder mit viel Kraft aufstehen zu müssen.

LG.
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Gast_3
Gast






BeitragVerfasst am: Fr 11.06.2010 08:18    Titel: Antworten mit Zitat

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katerkarl



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BeitragVerfasst am: Fr 11.06.2010 08:38    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Morgen,

ich weiß ja das Du Recht hast und eigentlich denke ich ja auch genauso, aber ich finde es frustrierend. Jeder weiß eigentlich wo das hin führt oder hin führen kann und die Hände sind gebunden, nur weil der den es betrifft es einfach nicht "schnallt".

Aber wir kennen es eben selber. Wir waren ja alle ähnlich.

Sein eigenes Tief finden ist die eine Sache, nur bis dahin kann man so viel Schaden anrichten, Menschen verletzen.

Wenn sich jemand entscheidet zu trinken und darin seinen Weg sieht, ist es seinen Sache. Nur wenn er dabei Haus und Hof verliert, beruflich sich ruiniert, seine Ehe zerstört, Kinder mit betroffen sind, ist da das zu sehen gerechtfertigt?

Ist schon verdammt ...!

LG.
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Rene'
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Ceres
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BeitragVerfasst am: Fr 11.06.2010 11:08    Titel: Antworten mit Zitat

Ich würde da eher dem anderen Partner (dem, der schon trocken ist) den Rücken stärken.
Er soll die Firma gut im Auge behalten und vor Schaden bewahren und im schlimmsten Fall den trinkenden Partner rechtzeitig daraus entfernen.

LG

Ceres
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katerkarl



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BeitragVerfasst am: Fr 11.06.2010 11:16    Titel: Antworten mit Zitat

sthum17tf

Ich weiß und es ist auch alles richtig, nur frustrierend ist es trotzdem.

Vielleicht muß man als Außenstehender das auch anders sehen, den Weg bestimmt derjenige selber, seinen Tiefpunkt auch und es wird für ihn selber und sein Umfeld viel Leid passieren. Aber wenn dann der Punkt erreicht ist (jetzt kommt das positive an der Sache) und er dann aufsteht, sollten Menschen da sein und helfen. Deshalb den Betroffenen im Auge behalten, sich immer wieder zeigen (ohne Druck) und wenn es dann so weit ist da sein. Den Zeitpunkt bestimmt natürlich die Person selber.
Hört sich kompliziert an, aber ist vielleicht eine Lösung.

LG.
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Rene'
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Gast_3
Gast






BeitragVerfasst am: Fr 11.06.2010 11:56    Titel: Antworten mit Zitat

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